Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit steht bei uns an erster Stelle.

Weil wir es Mutter Natur, unseren Kindern und den nächsten Generationen schuldig sind. 

Das Jahr 2017 war von der UN als Internationales Jahr des nachhaltigen Tourismus ausgeschrieben worden.
Dies nahmen wir als Ansporn, unsere Camping-, Restaurant- und Einkaufsphilosophien zu überdenken und zu überarbeiten, um diese der „Nachhaltigkeit“ näher zu bringen.  
 
Der Begriff Nachhaltigkeit ist schwer zu greifen, Theoretisch ist er schnell definiert, wie es die Internationale UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung 1987 im sogenannten Brundtland Bericht "Our Common Future" beschrieben hat:
 
"Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung trägt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen."
 
Viele verstehen unter Nachhaltigkeit auch einfach die Balance zwischen ökologischen, sozialen und ökonomischen Faktoren. Wie diese erreicht werden kann, steht nirgends geschrieben. Es ist ein ständiger Austausch mit sich selbst und seinem Tun.

 

Nachhaltigkeit ist kein Zustand, den man erreichen kann. Nachhaltigkeit ist ein Weg, auf dem man sich begeben kann. Diesen möchten wir gemeinsam mit Ihnen gehen.

Ein paar Beispiele...

Berechnung Co² Fussabdruck

 

Wir wollen nicht nur nachhaltiger wirtschaften, sondern auch nachvollziehbar machen, welchen Einfluss unser Betrieb auf das Klima hat. Deshalb erfassen und berechnen wir unsere CO2-Emissionen systematisch. Als Grundlage orientieren wir uns an internationalen Standards wie dem Greenhouse Gas Protocol (https://ghgprotocol.org). Damit betrachten wir nicht nur die Emissionen, die direkt bei uns entstehen, sondern auch jene, die mit unserem Energieverbrauch und entlang der Wertschöpfungskette verbunden sind. Die Berechnung basiert vor allem auf unseren tatsächlichen Verbrauchsdaten, etwa im Bereich Energie. Dort, wo noch keine genauen Daten vorliegen, arbeiten wir mit anerkannten Durchschnittswerten. So entsteht Schritt für Schritt ein immer vollständigeres Bild unserer Emissionen.

Wichtig ist uns dabei nicht nur die Zahl selbst, sondern das, was wir daraus lernen: Wo entstehen Emissionen? Was können wir konkret verändern? Und welche Maßnahmen haben tatsächlich Wirkung?

Unser Prozess wurde von der Science Based Targets Initiative (SBTi - https://sciencebasedtargets.organerkannt. Die konkreten Reduktionsziele werden derzeit finalisiert und in Kürze veröffentlicht. Wir verstehen diesen Prozess als kontinuierliche Entwicklung. Mit jeder Datenerhebung wird unsere Grundlage besser, mit jeder Maßnahme unser Beitrag zum Klimaschutz konkreter.

 

 

Technische Verbesserungen

Photovoltaik zur Stromerzeugung

Unsere Photovoltaikanlage mit 166 Modulen hat von Januar 2016 bis Januar 2020 insgesamt 154 MWh Strom produziert (= 154.000 kWh).
Allein mit dieser Strommenge hätten in den ersten vier Betriebsjahren knapp 13 Haushalte vollständig mit Strom versorgt werden können.

Solarkollektoren für thermische Energie (seit 1976, optimiert 2012)

40 m² Kollektorfläche für Warmwasser, Heizkreislauf und Schwimmbadbeheizung.

Die Anlage produziert rund 23.000 kWh Wärme pro Jahr und ermöglicht damit etwa 5.200 Duschvorgänge.
 

Wärmerückgewinnungsanlage (seit 2014)
Die Abwärme der Kühlaggregate (Kühl- und Gefrierschränke) wird zur Warmwasserbereitung genutzt. Mit einem Jahresertrag von rund 5.000 kWh liefert die Anlage Wärme für etwa 900 Duschvorgänge.

Wärmepumpe (seit 2026)

Mit unserer neuen Luft-Wasser-Wärmepumpe ersetzen wir die bisherige Wärmeversorgung mit Methangas vollständig durch elektrische Energie. Die Anlage erreicht eine Heizleistung von rund 55 kW und kann im Jahresbetrieb etwa 110.000 kWh Wärme bereitstellen. Dadurch lassen sich jährlich rund 13.400 m³ Methangas ersetzen. Je nach Betriebsbedingungen erzeugt die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom mehrere Kilowattstunden Wärme. Ziel ist es laut unserem Energiereport 2025 die fossilen Energieträger in der Wärmeerzeugung komplett zu ersetzen.

Salzwasser-Pool

Seit 2008 nutzen wir zur Hygienisierung unseres Pools eine 0,6-prozentige Kochsalzlösung in Verbindung mit einem Elektrolyseverfahren. Das Verfahren basiert auf Salz als Ausgangsstoff und ersetzt den direkten Einsatz von Chlor.

Ladestationen für E-Autos, Typ 2 – 22 kW

Für unsere Gäste stehen zwei Ladestationen für E-Fahrzeuge zur Verfügung.

LED-Beleuchtung
Alle Leuchten im Außenbereich an den Stellplätzen, an der Ausfahrt und bei den Sanitäranlagen sind mit LED-Technik ausgestattet. LED-Lampen verbrauchen mit Abstand am wenigsten Strom. Sie enthalten kein Quecksilber und halten bis zu zehn Mal so lange wie Halogenlampen und doppelt so lange wie Energiesparlampen (Quelle: Bund-Naturschutz.de).
Damit die Lichtverschmutzung und Stromverbrauch möglichst gering bleibt haben wir Dämmerungsschalter eingebaut. Die nach unten strahlenden Leuchten sind nur so viel eingebaut, wie notwendig um die Sicherheit der Gäste zu Gewährleisten.
Im Innenbereich wird grundsätzlich eine LED-Alternative bevorzugt in Kombination mit Bewegungsmelder.

Garten & Platz

Keine Schädlings- und Unkrautbekämpfungsmittel Seit 2007 verzichten wir auf dem gesamten Campingareal auf Spritzmittel gegen Pflanzenschädlinge und Unkraut.   Bienenfreundliche Bepflanzung Bei der Bepflanzung des... mehr

Transport

Leihfahrräder: Kostenlose, einfache Fahrräder ermöglichen unseren Gästen, die Stadt und die nähere Umgebung zu erkunden.

 

Kooperation mit dem Verkehrsamt Bozen: Unsere Gäste erhalten für die Dauer ihres Aufenthalts eine Karte zur kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel.

Sanitäranlagen

Probiotische Reinigungsmittel

Seit Sommer 2019 reinigen wir unsere Sanitäranlagen mit Produkten auf Basis „effektiver Mikroorganismen“ (Multikraft, Österreich). Dabei handelt es sich um eine spezifische Mischung von Mikroorganismen, die Schmutz in Duschen und WCs abbauen und Ablagerungen vorbeugen soll. Ergänzend kommen punktuell Reinigungsprodukte von AlmaWin (Ecogarantie) und Sonett (NCP, NCS, CSE nach gfaw.eu) zum Einsatz.

 

Durchflussbegrenzer in den Duschen

Wir behalten die bestehenden Duschköpfe bei und begrenzen den Wasserdurchfluss auf 8 l/min. Dadurch reduzieren wir den Wasserverbrauch.

Das Restaurant

Küchenphilosophie

Beim Einkauf für unser Restaurant setzen wir vorrangig auf Produkte aus Südtirol. Sind diese nicht verfügbar, beziehen wir Produkte aus Italien oder aus einem Umkreis von bis zu 500 km.
Nach dem „Nose-to-Tail“-Prinzip beziehen wir Rind-, Schweine-, Hirsch- und Lammfleisch als ganze oder halbe Tiere direkt von Bauern bzw. Metzgern aus unserer Umgebung. Hähnchenfleisch kaufen wir in Bio-Qualität aus Italien.
Produkte wie Kaffee, Tee und Gewürze können wir nicht lokal beziehen. Hier achten wir auf Bio- und/oder Fairtrade-Qualität.
Bei Gemüse steht die Saisonalität im Vordergrund. Äpfel beziehen wir ausschließlich aus Südtirol. Obst und Gemüse kaufen wir – je nach Verfügbarkeit – in Bio-Qualität.

 

Kompostierbare Eisbecher: Seit 2019 verwenden wir jährlich rund 2.000 kompostierbare Eisbecher (compostabile industrialmente 7P0492) von Schenk-Ice-Center in Bozen. Auch die Eislöffel aus Maisstärke sind kompostierbar (EN 13432) und werden über den Biomüll entsorgt.

 

Kompostierbare Servietten: Im Jahr 2019 verwendeten wir 22.000 Servietten der Marke Duni, produziert von Fossilfreie, komplett erneuerbare Materialien (FSC-Zertifiziert und andere kontrollierte Materialien). Die Servietten sind vom TÜV Austria Zertifiziert für das Kompostieren zuhause.

 

Kooperation mit Hiesig Eis Werkstatt: Die Hauptzutaten Milch, Rahm und Joghurt für das Eis aus Ratschings stammen von der Milchgenossenschaft Sterzing. Obst, etwa Himbeeren vom Berg, sowie Honig und Eier werden von Betrieben aus der Umgebung bezogen. Vanille und Schokolade stammen von kleinen Genossenschaften.

 

Kooperation mit Almiro: Die Aquaponik-Anlage liegt 1 km Luftlinie vom Camping. Die Aquaponikmethode wird verwendet um Fische zu züchten und gleichzeitig Obst und Gemüse anzubauen, in einem geschlossenen Kreislauf.

Die Rezeption

Apfelpapier: Unser Papier wird zu 15% aus Apfelschalen hergestellt Cartamela) und stammt vom lokalen Unternehmen Frumat. Im Jahr 2019 haben wir 460 kg Apfelpapier verwendet. Dies entspricht einer Einsparung von ca. 150 kg. Holz im Vergleich zu einer Verwendung von Frischfaserpapier (sourc-e.com). Cartamela ist 100% recyclebar. Durch die Verwendung dieser Apfelschalen fällt die entsprechende Menge weg das sonst entsorgt werden muss als Sonderabfall.

Inzwischen verwenden wir Apfelpapier auch für unsere jährlich erscheinende Gästezeitung, die wir beim Einchecken aushändigen, sowie für den Platzplan, die Speise- und Weinkarte und unsere Weihnachtsschreiben an Stammgäste.

 

Hausprospekt in digitaler Form: Seit 2020 verzichten wir auf die gedruckte Ausgabe unseres Hausprospekts. Stattdessen kann er per QR-Code digital abgerufen werden. Der QR-Code befindet sich auf einem Pocket Garden aus Graspapier, der Samensticks mit bienenfreundlichen Pflanzen* wie Lavendel, Thymian und Inkarnatklee enthält.
*https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/20386.html

MiniMarket

Umstellung auf Mehrwegflaschen und Wasserspender: Seit 2017 ist in unserem MiniMarket ein Wasserspender in Betrieb; Plastikflaschen wurden vollständig aus dem Sortiment genommen. Gäste können Glasflaschen ausleihen oder kaufen und... mehr

Soziales

Unterstützung benachteiligter Personen

Zugewanderte Menschen, die noch keine Arbeitserfahrung haben, unterstützen wir in Kooperation mit BolzanoSolidale beim Einstieg in die Arbeitswelt. Gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern fördern wir zudem die Arbeitseingliederung von Personen mit gesundheitlichen oder sozialen Vermittlungshindernissen. Die Beschäftigung ist auf maximal zwei Jahre angelegt. In dieser Zeit unterstützen wir wo nötig auch bei praktischen Schritten wie der Eröffnung eines Bankkontos, beim Kennenlernen der neuen Lebensumgebung, beim Erwerb beruflicher Fähigkeiten und bei der Integration in ein Team.

 

Wir schalten Anzeigen in „Zebra“, der Straßenzeitung für Südtirol. Der Kauf der Zeitung unterstützt Menschen in schwierigen Lebenssituationen und einen konstruktiven Journalismus mit Lokalbezug.

 

Bei Geschenken für Mitarbeitende etwa zum Saisonende oder beim Bergfest zur Saisonmitte sowie bei Weihnachtsaktionen für Stammgäste suchen wir gezielt nach Möglichkeiten, soziale Projekte zu unterstützen. Beispiele sind Panettone zugunsten von Nemo (Förderverein für chronisch-komplex kranke Kinder in Südtirol), ein Beitrag pro Stammgast an GEA das Frauenhaus in Bozen , der Verkauf von gebrauchten Büchern an den Campinggästen, wo der Erlös an das Dormizil (Nachtquartier für obdachlose Menschen) geht, sowie die Unterstützung einer Bergbauernfamilie in einer schwierigen Situation durch Kauf von deren Produkten als Geschenk für die Mitarbeiter.



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